Nr. 19,  09.09.01
Am letzten Tag in Lissabon besuchen wir den Park der Nationen unser Ziel. Hier auf dem Gelände der Expo 1998 ist ein riesiges Einkaufszentrum mit Freizeitpark entstanden. Viele Pavillons der Expo werden weiter genutzt. Von Belem fahren wir mit dem Bus Nr. 28 ans andere Ende der Stadt. Der Busfahrer treibt seinen Gelenkbus mit solch einem Tempo durch die Stadt, dass wir wirklich Angst bekommen und uns fragen, wie viele Busse er so pro Woche verbraucht... Das Expo Gelände empfängt uns mit einem modernen Einkaufszentrum. Alles ist modern gestaltet ohne kalt zu wirken. Es gibt eine wirklich schöne Promenade am Fluss entlang, eine Flaniermeile mit Restaurants, schön gestaltete Gärten mit vielen phantasievollen Wasserspielen und viele Bänke zum Verweilen. Die Distanz vom einen zum anderen Ende des Parks, kann man mit einer Seilbahn, die am Tejo entlang verläuft überbrücken.  Der 100 Meter Hohe Aussichtsturm hat die Form eines Segelschiffes und trägt ebenso wie das Shopping-Center den Namen des wohl berühmtesten Sohnes Portugals: Vasco da Gama. Auf die Aussichtsplattform gelangt man mit einem gläsernen Aussenaufzug; nichts für Leute mit Höhenangst! Das Highlight des Tages war für mich persönlich das Ozeanarium. Hier dreht sich alles um das Leben im und auf dem Meer. Zentrum dieses Komplexes ist ein riesiges Aquarium, welches 3 Etagen füllt. Der Besucher betritt nur 2 Etagen, hat also beim Blick in dieses "Meer" immer den Unterwasser-Einblick. Neben Haien, Rochen, Thunfischen und riesigen Welsen gibt es noch viele andere grosse und kleine Fische zu bestaunen. Der Rundgang beginnt im Obergeschoss. Dort sind noch 4 weitere Bereiche zu sehen. Besonders gut gefallen haben mir die flinken Pinguine und die putzigen Seeotter. Im Untergeschoss hat man wieder Einblick in das Riesenaquarium und sieht Fische die in den tieferen Regionen leben. Hier unten sausen plötzlich die Pinguine an der Scheibe vorbei. Um die nächste Ecke beobachten wir die Seeotter beim Tauchen. Erst da merken wir, dass diese Bereiche alle mit dem grossen Aquarium verbunden sind. Erst bei genauerem Hinsehen merken wir, dass die Tiere durch Glasscheiben im Wasser für die Besucher unsichtbar getrennt sind. Ein toller Effekt! Der Tag ist natürlich viel zu schnell vorbei und wir haben noch nicht alles angeschaut. Als wir im Bus sitzen und am schön beleuchteten "Praca do Comercio" vorbeifahren, wäre ich gern noch etwas geblieben. Viel schönes gäbe es noch zu sehen; herrliche Gärten, Historische Gebäude und interessante Museen, wieder einmal haben wir Gründe für einen weiteren Besuch!

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