Meine Pragseite hat über 150 Seiten, von denen viele gar nicht geplant waren. Die Seite über die Pinkassynagoge war von Anfang an geplant, ist aber die letzte die einen Text erhält. Ich vermag einfach die Empfindungen während meines Besuches dort nicht in Worte zu fassen. Der Bau aus dem Jahr 1535 steht gleich beim Jüdischen Friedhof . Natürlich hatte ich im Reiseführer gelesen, dass hier eine Gedenkstätte für die ermordeten Juden aus Böhmen und Mähren eingerichtet wurde. Dass die Wände die Namen von 77 297 Menschen tragen war mir bekannt, nicht jedoch diese niederschmetternde Wirkung auf mich. Es gefällt mir nicht, Schrecken und Grauen zu vergleichen, kann mich aber nicht anders ausdrücken. Ich war in Bergen-Belsen und Theresienstadt (Terezìn), habe Massengräber, Filme und Fotos gesehen, aber hier in der Pinkassynagoge, inmitten dieser Namen empfand ich Tod und Leiden eindrücklicher als je zuvor.
Die Pinkassynagoge

Auf dieser Seite möchte ich meinen Besuchern gern einen räumlichen Eindruck dieser Gedenkstätte vermitteln. Peter Benger hat mir freundlicherweise das Bild auf der nächsten Seite zur Verfügung gestellt. Um sich den Ort und die Wirkung vorstellen zu können suche ich ein Bild, welches die Räume in ganzer Größe zeigt. Wenn Sie, lieber Besucher, ein solches Foto besitzen, wäre ich sehr dankbar wenn Sie es für diese Seite zur Verfügung stellen würden. Ich habe auch einen Dia/Filmscanner, könnte also ein normales Bild digitalisieren. Dass es mit Ihrem Namen gekennzeichnet wird, ist selbstverständlich.